Kreative Twitteruser reanimieren Zensuropfer Kolja Bonke

Seitdem Kolja Bonke auf Twitter gesperrt ist und seine Kommunikation über Gab (gab.ai) führt, wurden seine satirischen Bemerkungen auf dem Microblogdienst Twitter von vielen Usern vermißt.

Jetzt erlebt Bonke auf Twitter sein Revival. Von einem „Bonke-Spiegel“ werden seine Texte und Links 1:1 nach Twitter gespiegelt, wo man sie dann wiederum innerhalb Twitter retweeten, kommentieren oder favoritisieren kann. Wer sich hinter diesem Account verbirgt, ist uns nicht bekannt.

Ein kleiner Sieg für die Meinungsfreiheit, die der Zensur in diesem Fall ein Schnippchen geschlagen hat.

Islam, Islam, Islam – die Meldungen in den deutschen Medien haben nur noch ein Thema

Seit einigen Wochen kommt es mir so vor, als wären die deutschen Medien und Zeitungen Ableger von Al Jazeera.

Die wichtigen vorderen Plätze werden ausschließlich von islamischen Themen belegt und zwar nicht nur dann, wenn der IS gerade mal wieder in London, Manchester, Berlin, Teheran oder anderswo zugeschlagen hat. An einem ganz normalen Tag offeriert das News Widget des iPhone diese Themen:

Die Hälfte der erwähnten Ereignisse fanden auf deutschem Boden statt, darunter nichts, was uns erfreuen könne dafür umso mehr, was mit einem vernünftigen Grenzmanagement in Deutschland gar nicht vorkommen würde.

Dazu gesellen sich Schlagzeilen wie

  • Asylpolitik: 62.000 Menschen sind ausreisepflichtig (Tagesschau)
  • Hunderte Islamisten trotz Haftbefehl auf freiem Fuß (Dlf)
  • IS-Treueschwur von Notre-Dame-Attentäter gefunden (Tagesschau)
  • Kind in Asylunterkunft erstochen – Polizei erschießt Angreifer (Tagesspiegel)
  • und ein Potpuri permanenter islambasierender Vorkommnisse als Hintergrundrauschen im RBB Inforadio

Das Credo der Kanzlerin des Jahres 2015, nachdem Deutschland Deutschland bleiben wird ist längst ad absurdum geführt. Die täglichen Pressemeldungen beweisen das Gegenteil, obwohl oder gerade weil weite Teile der Medien eher regierungsnah und regierungsfreundlich berichten.

Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ sagte Katrin Göring-Eckardt auf einem Parteitag der Grünen zur Hochzeit der Flüchtlingskrise 2015. In der Rückschau fällt die Freude recht einseitig aus und ist dem blanken Entsetzen vor Mord und Terror gewichen, der sich jetzt selbst in der Berichterstattung der Mainstreammedien wiederspiegelt.

 

Die Brüssel-EU, ein Lobbypfuhl mit angeschlossenem Funktionärsbetrieb

Diese EU ist auf keinen Fall ein Modell für die Zukunft. Nicht glaubwürdig, zu langsam, eine selbstherrliche, abgekoppelte Elite ...

Überschrift und erster Satz sind:

  1. ein Zitat von Beatrix von Storch im Contra-Magazin
  2. ein Ausschnitt einer Rede von Markus Pretzell im NRW-Wahlkampf
  3. ein Kommentar in Schuhmachers Woche in der Berliner Morgenpost

Wer auf 1. „Beatrix von Storch“ getippt hat liegt genauso falsch wie diejenige, die „Markus Pretzell“ favorisiert hätte. Urheber ist ein „normaler“ Journalist mit einem Beitrag in einer althergebrachten Tageszeitung. „Die Brüssel-EU, ein Lobbypfuhl mit angeschlossenem Funktionärsbetrieb“ weiterlesen

Neuanmeldungen auf gab.ai in Deutschland explodieren, wir haben die konkreten Zahlen. Wann reagiert die Twitter Aktie?

Offenbar aufgrund der vom Justizministerium im Vorgriff auf das Netzdurchsetzungsgesetz geforderten Zensurmaßnahmen in sozialen Medien im Internet explodieren beim zensurfreien gab.ai die Zahlen für Neuanmeldungen und Nutzung – und das sogar im weltweiten Vergleich. Das dürfte absolut neu sein. „Neuanmeldungen auf gab.ai in Deutschland explodieren, wir haben die konkreten Zahlen. Wann reagiert die Twitter Aktie?“ weiterlesen

Zensur und kein Rechtsschutz durch Gerichte – wie in Deutschland Grundrechte geschliffen werden – Vorbild Türkei?

Mit galoppierender Geschwindigkeit wird seitens der Regierung unter tätiger Mithilfe einiger sozialer Netzwerke und privaten Interessenvertretungen in Deutschland die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Sperrungen von unliebsamen Usern auf Twitter oder Facebook, Löschungen von Meinungsäußerungen ohne strafrechtliche Relevanz und die Unterdrückung von Meinungsäußerungen gezielt in Deutschland sind zur  schlechten Gewohnheit geworden – ohne dass für die Betroffenen ein Rechtsweg offensteht.

Wir brauchen einen Rechtsweg im Falle von Sperrungen durch die Anbieter sozialer Medien oder durch staatliche Stellen.

Das Justizministerium sollte sich nicht mit Überwachungsmaßnahmen wie dem Netzdurchsetzungsgesetz beschäftigen sondern einen Gesetzesentwurf einbringen, der es von Kommunikationssperren betroffenen Bürgern zumindest in Deutschland ermöglicht, dagegen vorzugehen. „Zensur und kein Rechtsschutz durch Gerichte – wie in Deutschland Grundrechte geschliffen werden – Vorbild Türkei?“ weiterlesen

Abstoßend: Qualitätspresse verharmlost IS Angriff auf Manchester mit erfundenen „Fakten“

„Vorfall“ oder „Einzelfall“ – so bezeichneten anerkannte deutsche Qualitätsmedien den heutigen IS-Angriff auf Manchester bei dem 22 Kinder und Jugendliche zerfetzt wurden und 59 weitere schwer verletzt worden sind. „Abstoßend: Qualitätspresse verharmlost IS Angriff auf Manchester mit erfundenen „Fakten““ weiterlesen

BMJV Maas und sein Justizministerium im Dauerkampf gegen die Meinungsfreiheit

Bundesjustizminister Maas will ein offensichtlich grundrechtswidriges Gesetz, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), in Windeseile durch den Bundestag bringen. Ziel von Maas ist es, Twitter, Facebook und Co. zu zwingen, „Hasspostings“ innerhalb von 24 Stunden zu löschen. „BMJV Maas und sein Justizministerium im Dauerkampf gegen die Meinungsfreiheit“ weiterlesen

Zustände wie in China oder der Türkei: immer mehr Zensur in den deutschsprachigen sozialen Medien

„Withheld“-Accounts wie diesen Twitter-Account von „HartesGeld“ sieht man seit kurzem immer häufiger in den sozialen Medien in Deutschland: withheld (unterdrückt) in Deutschland. Die Informationen, die diese Personen anbieten, werden von Twitter in Deutschland nicht mehr öffentlich angeboten, sie werden gefiltert und somit zensiert. Wir halten das für grundrechtswidrig. „Zustände wie in China oder der Türkei: immer mehr Zensur in den deutschsprachigen sozialen Medien“ weiterlesen

Twitter-Datenanalyse von netzpolitik.org – jetzt spricht die AfD (Teil 2)

netzpolitik.org scheint es sich zum Ziel gesetzt zu haben, die Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Internet, speziell auf Twitter, aufs Korn zu nehmen. Zu Recht? Im zweiten Teil einer Serie über dieses Thema, welches seit Mitte April bei netzpolitik.org als Serie erscheint, wollte Markus Reuter, Journalist bei netzpolitik.org, dieses Ziel über eine Analyse des Twitter-Accounts @balleryna nachweisen.

Frage und gleichzeitig Behauptung von netzpolitik.org: "Wo steht @balleryna im Netzwerk der AfD?"

Mit dieser Formulierung wird bereits in der Frage unterstellt, es würde im Internet respektive auf Twitter ein offizielles oder ein undercover AfD Netzwerk geben. Weder journalistisch fein noch korrekt – im Verhör würde man wohl von unerlaubten Vernehmungsmethoden sprechen.

Die schnöden Fakten lauten:

  1. Der von netzpolitik.org in den Focus genommene Twitter-Account @balleryna ist weder ein offizieller noch ein inoffizieller AfD-Account.
  2. AfD-Netzwerk: Es gibt diese von netzpolitik.org unterstellte (locker) organisierte Gruppe von Personen mit gleichen Interessen, die sich gegenseitig unterstützen, indem sie sich z. B. mit Informationen versorgen, nicht, jedenfalls nicht in einem Maße, welches über ein „Folgen“ oder „Retweeten“, welches Millionen Menschen weltweit praktizieren, hinaus geht.
  3. Indirekt bestätigt netzpolitik.org in seinem Beitrag sogar unsere Analyse: „Der Account (@balleryna) formuliert immer wieder eigene Tweets zu aktuellen Anlässen. Diese Tweets erscheinen originär auf dem Account und nicht bei vielen anderen Accounts, wie dies bei einem Botnetz der Fall wäre.“ Einzig mögliche Schlussfolgerung: die AfD macht sich die Kommunikation von @balleryna eben nicht zu eigen, da sie die Tweets nicht an ihre Follower weiterleitet (retweetet).

Wir erbaten eine Stellungnahme des AfD Twitter-Teams aus Nordrhein-Westfalen:

Dort hat man den Eindruck, von netzpolitik.org unfair behandelt worden zu sein, allerdings hätte es auch positive Effekte gegeben:

AfD: "Mancher Unterstützer war bisher gar kein Mitglied der AfD, kündigte aber nun an, er werde in Reaktion auf den tendenziösen Artikel des genannten Blogs in Kürze unserer Partei beitreten."

Bei der AfD freut man sich „über diese positiven, wenngleich von den #noAfD-Bloggern so nicht gewollten, Konsequenzen. Ferner freut sich die AfD auch weiterhin über jeden Helfer, auch wenn dieser keine Mitgliedschaft anstrebt.“

Und weiter in der Stellungnahme der AfD:

„Wir verurteilen sämtliche Versuche regierungsnaher Autoren, solche ehrenamtlichen, weil wohlgemerkt nicht von uns bezahlten, Tweeps zu verunsichern und aus Angst um ihre Anonymität und somit Sicherheit von der AfD abrücken zu lassen.

Wir danken bei dieser Gelegenheit allen Bürgern, die sich hinter den von Netzpolitik-org angegriffenen Twitterkonten verbergen, für ihren Einsatz für Deutschland und NRW, für die direkte Demokratie, für die Meinungsfreiheit, für den Datenschutz und für die Bürgerrechte.“


(kursiv = Zitat)

Unsere Analyse:  die Vorwürfe von netzpolitik.org erscheinen arg konstruiert und betreffen die AfD selbst weder im Kernbereich noch deren digitale Kommunikation.

Unseren Teil 1 findet ihr hier.

Neutral geht anders: netzpolitik.org über die AfD auf Twitter (Teil 1)