Und was ist ihr Grund für Deutschland zu kämpfen?

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ein über alle Parteigrenzen hinweg wirkendes Wahlplakat geschaffen. Es ist schlicht, die Parteivorsitzende Frauke Petry hält ihr Baby im Arm, sieht in die Kamera, das Baby hat die Augen geschlossen.

Frauke Petry‏: Es ist an der Zeit, aufzustehen und für unser Land Flagge zu zeigen. Damit unsere Kinder eine Zukunft haben. #TrauDichDeutschland   #AfD

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Nach der AfD fordert auch die FDP von der CDU ein Ende der verfassungsfeindlichen Politik

Nach der AfD fordert nun auch die FDP von der CDU eine Rückkehr zu verfassten Verhältnissen in Deutschland. Vor den Koalitionsverhandlungen in Nordrhein-Westphalen machte FDP-Chef Christian Lindner deutlich, dass er von der CDU generell erwarte, dass die grundrechtswidrigen Verhältnisse, die Kanzlerin Merkel, CDU, im Spätsommer 2015 herbeiführte, beendet werden. „Nach der AfD fordert auch die FDP von der CDU ein Ende der verfassungsfeindlichen Politik“ weiterlesen

Twitter-Datenanalyse von netzpolitik.org – jetzt spricht die AfD (Teil 2)

netzpolitik.org scheint es sich zum Ziel gesetzt zu haben, die Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Internet, speziell auf Twitter, aufs Korn zu nehmen. Zu Recht? Im zweiten Teil einer Serie über dieses Thema, welches seit Mitte April bei netzpolitik.org als Serie erscheint, wollte Markus Reuter, Journalist bei netzpolitik.org, dieses Ziel über eine Analyse des Twitter-Accounts @balleryna nachweisen.

Frage und gleichzeitig Behauptung von netzpolitik.org: "Wo steht @balleryna im Netzwerk der AfD?"

Mit dieser Formulierung wird bereits in der Frage unterstellt, es würde im Internet respektive auf Twitter ein offizielles oder ein undercover AfD Netzwerk geben. Weder journalistisch fein noch korrekt – im Verhör würde man wohl von unerlaubten Vernehmungsmethoden sprechen.

Die schnöden Fakten lauten:

  1. Der von netzpolitik.org in den Focus genommene Twitter-Account @balleryna ist weder ein offizieller noch ein inoffizieller AfD-Account.
  2. AfD-Netzwerk: Es gibt diese von netzpolitik.org unterstellte (locker) organisierte Gruppe von Personen mit gleichen Interessen, die sich gegenseitig unterstützen, indem sie sich z. B. mit Informationen versorgen, nicht, jedenfalls nicht in einem Maße, welches über ein „Folgen“ oder „Retweeten“, welches Millionen Menschen weltweit praktizieren, hinaus geht.
  3. Indirekt bestätigt netzpolitik.org in seinem Beitrag sogar unsere Analyse: „Der Account (@balleryna) formuliert immer wieder eigene Tweets zu aktuellen Anlässen. Diese Tweets erscheinen originär auf dem Account und nicht bei vielen anderen Accounts, wie dies bei einem Botnetz der Fall wäre.“ Einzig mögliche Schlussfolgerung: die AfD macht sich die Kommunikation von @balleryna eben nicht zu eigen, da sie die Tweets nicht an ihre Follower weiterleitet (retweetet).

Wir erbaten eine Stellungnahme des AfD Twitter-Teams aus Nordrhein-Westfalen:

Dort hat man den Eindruck, von netzpolitik.org unfair behandelt worden zu sein, allerdings hätte es auch positive Effekte gegeben:

AfD: "Mancher Unterstützer war bisher gar kein Mitglied der AfD, kündigte aber nun an, er werde in Reaktion auf den tendenziösen Artikel des genannten Blogs in Kürze unserer Partei beitreten."

Bei der AfD freut man sich „über diese positiven, wenngleich von den #noAfD-Bloggern so nicht gewollten, Konsequenzen. Ferner freut sich die AfD auch weiterhin über jeden Helfer, auch wenn dieser keine Mitgliedschaft anstrebt.“

Und weiter in der Stellungnahme der AfD:

„Wir verurteilen sämtliche Versuche regierungsnaher Autoren, solche ehrenamtlichen, weil wohlgemerkt nicht von uns bezahlten, Tweeps zu verunsichern und aus Angst um ihre Anonymität und somit Sicherheit von der AfD abrücken zu lassen.

Wir danken bei dieser Gelegenheit allen Bürgern, die sich hinter den von Netzpolitik-org angegriffenen Twitterkonten verbergen, für ihren Einsatz für Deutschland und NRW, für die direkte Demokratie, für die Meinungsfreiheit, für den Datenschutz und für die Bürgerrechte.“


(kursiv = Zitat)

Unsere Analyse:  die Vorwürfe von netzpolitik.org erscheinen arg konstruiert und betreffen die AfD selbst weder im Kernbereich noch deren digitale Kommunikation.

Unseren Teil 1 findet ihr hier.

Neutral geht anders: netzpolitik.org über die AfD auf Twitter (Teil 1)

Merkel, die Flüchtlinge, der Terror, die Fakten – ein Faktencheck

Merkel wird von einigen Politikern der AfD und verschiedenen Menschen im Internet vorgeworfen, in Verbindung mit den Anschlägen in Deutschland „Blut an ihren Händen“ zu haben. Der AfD-Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, twitterte: „Es sind Merkels Tote“

Stefan Räpple, Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg (AfD), gab diese (gekürzte) Presseerklärung ab:

„Es reicht. Wofür bezahlen wir eigentlich noch Steuern, wenn die Sicherheit für die Bürger in unserem Land offensichtlich nicht mehr gewährleistet werden kann? … Bundeskanzlerin Merkel muss den Weg frei machen für eine neue Regierung, eine neue Politik und neue Politiker, die im Stande sind, Verantwortung für das Volk zu übernehmen und wieder für geordnete Verhältnisse zu sorgen.“
… „Deutschland darf nicht weiter zum Schauplatz religiös motivierter Gewalttaten werden. Jeder einzelne Tote ist ein trauriger Beweis für das totale Versagen, die Rechtsbrüche der Regierung Merkel und ihre verantwortungslose Flüchtlingspolitik. Es klebt das Blut unschuldiger Bürger an Merkels Händen.“

Stimmt das? Wir machen den Faktencheck. „Merkel, die Flüchtlinge, der Terror, die Fakten – ein Faktencheck“ weiterlesen

Fake it, Baby! Über die social bots der AfD und die WELT | kompakt

„fake news“ oder nicht – Qualitätsjournalismus oder billige Propaganda?

Am 23. Oktober 2016 teilte der Bundesverband der Alternative für Deutschland vertreten durch das AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel  der Nachrichtenagentur Reuters mit: „ … werden wir natürlich keine social bots einsetzen, die auf Seiten Dritter im Namen der AfD automatisiert posten oder ähnliches.  Komplettes Zitat siehe unten *) „Fake it, Baby! Über die social bots der AfD und die WELT | kompakt“ weiterlesen

It’s better in the Bahamas – das nächste große Ding der AfD: Koalition mit CDU/CSU und FDP?

In Alternativen denken – die vermutlich größte Schwäche von Kanzlerin Merkel könnte bei der kommenden Bundestagswahl entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen und zur Bildung einer Bahama-Koalition führen.

Flagge der Bahamas
Von Bahamas government – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=344732

„It’s better in the Bahamas – das nächste große Ding der AfD: Koalition mit CDU/CSU und FDP?“ weiterlesen