Neue Flüchtlingsroute über Weißrussland – Grenzdurchbruch erfolgt!

Nachdem mehrere Millionen zumeist muslimische Migranten über die Balkanroute und über die Mittelmeerroute Europa betreten und in weiten Teilen für sich entdeckt, ewig Gestrige meinen erobert, haben, dringen jetzt plötzlich von Osten her 100.000e illegale Migranten aus den islamisch geprägten Kaukasusrepubliken nach Mitteleuropa. „Neue Flüchtlingsroute über Weißrussland – Grenzdurchbruch erfolgt!“ weiterlesen

Mikrokosmos: die Asylproblematik in Dallgow-Döberitz

In Dallgow-Döberitz, einer dörflichen Gemeinde westlich von Berlin, werden Flüchtlinge aus aller Welt erwartet. Dazu hat es am 29.6.2015 eine Informationsveranstaltung gegeben, zu der der Landkreis Havelland, zu dem Dallgow-Döberitz gehört, eingeladen hat. Die Einladung erfolgte in die Aula des Gymnasiums, welche 200 Plätze bietet, die Nachfrage war mehr als doppelt so groß, folglich gab es vor dem Versammlungsraum tumultartige Zustände mit „Wir sind das Volk“-Rufen.

Informationsveranstaltung (c) wegecon 2015
Informationsveranstaltung (c) wegecon 2015

Zu Beginn der Veranstaltung wurde die interessierten Bürger der Gemeinde „bauartbedingt“ gespalten. Die draußen stehenden protestierten da gegen erfolglos:

Videoleinwände waren nicht verfügbar, die Veranstaltung wurde in zwei Blöcken durchgeführt. Nach einleitenden globalen Erklärungen zu Flüchtlingsströmen nannte der Sozialdezernet, Herr Gall, die Standorte für Asylunterkünfte in Dallgow-Döberitz:

Am Artilleriepark soll ein Containerdorf für 200 alleinreisende, männliche Flüchtlinge entstehen. Die Unterkünfte sind für Familien auf der Flucht aufgrund der bundesdeutschen Gesetzeslage ungeeignet. Es wird mit der Unterbringung von Menschen aus dem herzen Afrikas und dem Kosovo/Albanien gerechnet. Der Artilleriepark ist ein etwas abgelegenes, noch nicht vollständig bebautes Industrie- und Gewerbegelände am Naturschutzgebiet „Döberitzer Heide“.  Auf dem Gelände sieht es zur Zeit so aus:

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Standort Containerdorf Juli 2015 (c) wegecon 2015

Die Container wurden für drei Jahre mit einer Option für eine Verlängerung um zwei Jahre durch den Landkreis angemietet.

Zeitgleich wird zwischen Hamburger Chaussee und  Johannesstr. eine festes Asylbewerberheim in ähnlicher Größenordnung gebaut werden, so dass die Menschen aus dem Containerdorf baldmöglichst umsiedeln könnten. Die Planungen sind bereits fortgeschritten. Momentan sieht es am zukünftigen Standort noch so aus:

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(c) wegecon 2015

 

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(c) wegecon 2015

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(c) wegecon 2015

Eine weitere feste Asylunterkunft soll hinter dem in Planung befindlichen Kindergarten in der Bahnhofstr. an der alten Feuerwache entstehen.

Sollten diese drei Heime aus Kapazitätsgründen nicht ausreichen, ist noch der Standort neben dem Marie-Curie-Gymnasium für eine weitere Aslyunterkunft vorgesehen. Dort ist bisher eine Freifläche:

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Der Leiter der Polizeiinspektion im Havelland, Herr Gündel, war bei der Informationsveranstaltung vom Landkreis quasi als „Gutachter Öffentliche Sicherheit- und Ordnung“ eingeladen. Er erklärte von sich aus klar und unmißverständlich, das von Asylbewerberheimen keine Gefahr ausgehe, die Kirminalitätsrate sich in/an/um Asylbewerberheime sich nicht von der in anderen Bereichen von Dörfer, Städten, Gemeinden usw. unterscheide.

Die Angaben des Herrn Gündel entsprechen zweifellos den Aussagen der Polizeilichen Kriminalstatistik der letzten Jahre, dem Kriminalitätsatlas und anderen amtlichen Unterlagen. Auf der anderen Seite gibt es weder in Dallgow-Döberitz noch in angrenzenden Dörfern wie Seeburg oder der Stadt Falkensee und dem Bezirk Berlin-Spandau irgendwelche üblen rechtsradikalen Tendenzen, die wiederum eine Gefahr für die Flüchtlinge darstellen könnten (für deren Schutz in diesem Fall auch die Polizei zuständig wäre). So stieß dann auch die Feststellung, der Landkreis werde „rund um die Uhr“ eine Sicherheitsfirma aus Steuermitteln bezahlen um das Heim, wie Herr Gall sagte, „die Neu-Bürger“ bewachen zu lassen, teilweise auf Unverständnis.

Einzugstermin in das Containerdorf soll der Oktober 2015 sein. Bis dahin will der Landkreis die administrativ-technischen Fragen gelöst haben und Klagen von Anreinern, welche sich im Wesentlichen auf das Baurecht und auf Feuerwehrzufahrten beziehen, abgewehrt haben.

siehe auch: think local act global – über die Gründe und globalen Auswirkungen von Flucht und Vertreibung