Mittelmeerroute wird geschlossen – C Star von DefendEurope vor Ort

Steht die Mittelmeerroute vor der Schließung? Viele Fakten sprechen dafür.

Im Kampf gegen Schlepperbanden hat Italien einen Militäreinsatz vor Libyens Küste beschlossen. Ein größeres Kriegsschiff der italienischen Marine hat sich nach unseren Erkenntnissen bereits in libysche Hoheitsgewässer begeben.  Am selben Tag wurde die „Iuventa“ beschlagnahmt, mit der bis dahin die deutsche NGO „Jugend rettet“ Migranten von der libyschen Küstenähe abholte und nach Italien brachte. „Mittelmeerroute wird geschlossen – C Star von DefendEurope vor Ort“ weiterlesen

Breivik – der schwarze Schwan

Der rechtsextremistische, christliche norwegische Terrorist Massenmörder Anders Behring Breivik brachte durch Anschläge am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen um. Seitdem wird Breiviks Namen immer wieder dann genannt, wenn es darum geht, weltweiten islamistischen Terror zu relativieren.

Tenor: Nicht nur Moslems begehen terroristische Angriffe. „Breivik – der schwarze Schwan“ weiterlesen

Mikrokosmos: die Asylproblematik in Dallgow-Döberitz

In Dallgow-Döberitz, einer dörflichen Gemeinde westlich von Berlin, werden Flüchtlinge aus aller Welt erwartet. Dazu hat es am 29.6.2015 eine Informationsveranstaltung gegeben, zu der der Landkreis Havelland, zu dem Dallgow-Döberitz gehört, eingeladen hat. Die Einladung erfolgte in die Aula des Gymnasiums, welche 200 Plätze bietet, die Nachfrage war mehr als doppelt so groß, folglich gab es vor dem Versammlungsraum tumultartige Zustände mit „Wir sind das Volk“-Rufen.

Informationsveranstaltung (c) wegecon 2015
Informationsveranstaltung (c) wegecon 2015

Zu Beginn der Veranstaltung wurde die interessierten Bürger der Gemeinde „bauartbedingt“ gespalten. Die draußen stehenden protestierten da gegen erfolglos:

Videoleinwände waren nicht verfügbar, die Veranstaltung wurde in zwei Blöcken durchgeführt. Nach einleitenden globalen Erklärungen zu Flüchtlingsströmen nannte der Sozialdezernet, Herr Gall, die Standorte für Asylunterkünfte in Dallgow-Döberitz:

Am Artilleriepark soll ein Containerdorf für 200 alleinreisende, männliche Flüchtlinge entstehen. Die Unterkünfte sind für Familien auf der Flucht aufgrund der bundesdeutschen Gesetzeslage ungeeignet. Es wird mit der Unterbringung von Menschen aus dem herzen Afrikas und dem Kosovo/Albanien gerechnet. Der Artilleriepark ist ein etwas abgelegenes, noch nicht vollständig bebautes Industrie- und Gewerbegelände am Naturschutzgebiet „Döberitzer Heide“.  Auf dem Gelände sieht es zur Zeit so aus:

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Standort Containerdorf Juli 2015 (c) wegecon 2015

Die Container wurden für drei Jahre mit einer Option für eine Verlängerung um zwei Jahre durch den Landkreis angemietet.

Zeitgleich wird zwischen Hamburger Chaussee und  Johannesstr. eine festes Asylbewerberheim in ähnlicher Größenordnung gebaut werden, so dass die Menschen aus dem Containerdorf baldmöglichst umsiedeln könnten. Die Planungen sind bereits fortgeschritten. Momentan sieht es am zukünftigen Standort noch so aus:

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(c) wegecon 2015

 

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(c) wegecon 2015

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(c) wegecon 2015

Eine weitere feste Asylunterkunft soll hinter dem in Planung befindlichen Kindergarten in der Bahnhofstr. an der alten Feuerwache entstehen.

Sollten diese drei Heime aus Kapazitätsgründen nicht ausreichen, ist noch der Standort neben dem Marie-Curie-Gymnasium für eine weitere Aslyunterkunft vorgesehen. Dort ist bisher eine Freifläche:

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Der Leiter der Polizeiinspektion im Havelland, Herr Gündel, war bei der Informationsveranstaltung vom Landkreis quasi als „Gutachter Öffentliche Sicherheit- und Ordnung“ eingeladen. Er erklärte von sich aus klar und unmißverständlich, das von Asylbewerberheimen keine Gefahr ausgehe, die Kirminalitätsrate sich in/an/um Asylbewerberheime sich nicht von der in anderen Bereichen von Dörfer, Städten, Gemeinden usw. unterscheide.

Die Angaben des Herrn Gündel entsprechen zweifellos den Aussagen der Polizeilichen Kriminalstatistik der letzten Jahre, dem Kriminalitätsatlas und anderen amtlichen Unterlagen. Auf der anderen Seite gibt es weder in Dallgow-Döberitz noch in angrenzenden Dörfern wie Seeburg oder der Stadt Falkensee und dem Bezirk Berlin-Spandau irgendwelche üblen rechtsradikalen Tendenzen, die wiederum eine Gefahr für die Flüchtlinge darstellen könnten (für deren Schutz in diesem Fall auch die Polizei zuständig wäre). So stieß dann auch die Feststellung, der Landkreis werde „rund um die Uhr“ eine Sicherheitsfirma aus Steuermitteln bezahlen um das Heim, wie Herr Gall sagte, „die Neu-Bürger“ bewachen zu lassen, teilweise auf Unverständnis.

Einzugstermin in das Containerdorf soll der Oktober 2015 sein. Bis dahin will der Landkreis die administrativ-technischen Fragen gelöst haben und Klagen von Anreinern, welche sich im Wesentlichen auf das Baurecht und auf Feuerwehrzufahrten beziehen, abgewehrt haben.

siehe auch: think local act global – über die Gründe und globalen Auswirkungen von Flucht und Vertreibung