IS-Angriffe in Europa – die Liste der Schutzlosigkeit gegenüber islamischen Angreifern

Die Liste benennt IS-Angriffe in Europa und sonst islamisch motivierte Angriffe weltweit mit aus deutscher Sicht besonderer Bedeutung für Deutschland.

Die Ereignisse und Cluster auf der Zeitachse zeigen signifikante Muster:

Grafik:  IS Angriffe in Europa in Clustern, der Terror schwillt massiv an und folgt Mustern  (c) wegecon 2017

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Nachrichten aus dem Kalifatstaat

Der Islamische Staat (IS, ISIS, ISIL) sieht sich selbst als „ein Staat wie jeder andere“. Der IS befindet sich im Krieg, er versucht sein Staatsgebiet zu expandieren, es gibt aber dort auch Normalität und schöne Seiten, wie im „offiziellen“  Nachrichtenblog des Kalifats namens Barod

barod

nachgeschaut werden kann. Dort gibt es Propaganda, hinter den Veröffentlichungen steht der IS, jedoch werden dort Bilder des derzeitigen Lebens gezeigt, die geeignet sind, einen Blick auf die Zivilbevölkerung zu gestatten, welche ansonsten in der Berichterstattung völlig ausgeblendet wird.

Der BLOG wird deshalb in Kürze im Rahmen von #opParis und #opISIS vom Netz genommen werden, gleiches gilt für den dazugehörigen Twitter-Account. (Stand 4.12.2015, 07.00 h UTC+1)

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IS: Bodentruppen in Europa

Spätestens nach den Anschlägen von Paris (#ParisAttacks) ist Europa zum Einsatzgebiet des „Islamischen Staates“ (IS, ISIS, ISIL) geworden. Deutsche Politiker und Medien zeigen sich entsetzt über die Terroranschläge, sprechen von Kriminalität und Schwerkriminalität, es handele sich um Attentäter. Ist es so?

Der wegeconBLOG sagt: nein. Was wir nicht erst seit dem Bombenangriff auf den russischen Airbus auf der Sinaihalbinsel und dem Angriff des IS in Paris erleben ist ein lupenreiner, asymetrischer Krieg. Ein Krieg des „Islamischen Staates“ gegen -aus seiner Sicht- ausländische Angreifer. Der „Islamische Staat“ ist sicher nicht bzw. nicht ausschließlich barbarisch, gewalttätig oder islamistisch. Hinter dem „Islamischen Staat“ steht nicht nur eine Idee: es gibt ein Staatswesen mit Ministerien und Verwaltungen, es gibt eine öffentliche Wohlfahrt und andere Institutionen, die einen regulären Staat auszeichnen würden. Die IS-Führung denkt zweifellos strategisch, der Plan ist die Umsetzung des Koran, aber eben nicht nur. Der „Islamische Staat“ ist von der Staatengemeinschaft nicht als Staat anerkannt, verfügt aber über ein identitäres Bewußtsein als Staat, ein „Wir-Gefühl“, welches über das einer Religionsgemeinschaft der Moslems hinaus geht.

Es soll an dieser Stelle nicht über die Gründe der Entstehung des IS sowie der andauernden militärischen Auseinandersetzungen, der Eroberungsfeldzüge des IS, eingegangen werden. Für die derzeitigen brutalen Auseinandersetzungen mit dem IS hat der französische Präsident Hollande das Wort „Krieg“ benutzt, der IS sieht das zweifelsfrei genauso. Aus seiner Sicht wird das  erklärte Staatsgebiet des IS von feindlichen Flugzeugen, darunter französischen, bombardiert, zweifelsohne eine kriegerische Handlung. Der IS würde mit Abfangjägern zurückschlagen – wenn er sie denn hätte. Der IS musste sich also eine andere Strategie überlegen. Wenn es nicht möglich ist, den Bombenkrieg auf dem eigenen Staatsgebiet zu verhindern, so erscheint es doch allemal möglich, Bomben im wahrsten Sinne des Wortes in das Land des Feindes zu tragen.

Die Detonationen und Schusswaffengebräuche in Paris sind ohne jeden Zweifel eine Kriegshandlung des IS.

  • es wurden Kriegswaffen eingesetzt
  • es handelt sich zumindest teilweise um ausländische Kämpfer
  • es wurde bombardiert (lebende Bombe)
  • der Angriff wurde von einem (selbsternannten) Staat befohlen
  • dieser Staat befindet sich (nach eigenem Verständnis) bereits im Krieg mit Frankreich

Der Begriff der Kriminalität greift hier nur insofern, als dass zivile Ziele ausgewählt worden sind. Andererseits muss man uneingeschränkt feststellen, dass beim Bombenkrieg in Syrien ebenfalls überwiegend Zivilisten getötet werden.

So scheint folgende erschreckende Schlussfolgerung zuzutreffen:

Der IS hat eine Strategie mit Bodentruppen, die gegen Europa gerichtet ist.

Teile der die Anschläge in Paris verübenden IS-Kämpfer sind über die seit Wochen völlig offene süd-ost Flanke der EU gemeinsam mit 100.000en weiteren jungen Männern eingedrungen. Die beschwerliche und nicht ganz ungefährliche Reise übers Mittelmeer macht für einzelne Kämpfer keinen Sinn. Militärisch macht der Seeweg nur Sinn, wenn größere Truppenteile bewegt werden sollen. Wenige hundert Kämpfer kann man in privaten Pkw oder kleinen Bussen befördern, bei größeren Einheiten jedoch macht die Balkanroute Sinn. Die Balkanroute wird vom IS, betrachtet man den Fund in Rosenheim am 5.11.2015, als Nachschublinie für Waffen, Munition und Personal genutzt.

Und so erklärt sich auch die Frage, warum so viele junge Männer im wehrpflichtigen Alter unter den Flüchtlingen sind. Es scheint so zu sein, dass etliche von ihnen nicht feige ihre Familien in  Krisengebieten zurück gelassen haben sondern „wehrpflichtige“ des IS sind. Bodentruppen des IS, die hier für die asymetrische Kriegsführung benötigt werden und durch ihre Anschläge ein Verhandlungsfauspfand des IS in der Hand zu haben. Ein Faustpfand, welches letztendlich (aus Sicht des IS) dessen Fortbestand sichern könnte.

Laut Europol ( KA 18_6475 Europol FF)  befinden sich über 1500 ausländische Kämpfer unter uns, der wegeconBLOG mit Stand Oktober 2015 kam auf über 2.800 IS-Bodentruppen.

Mit klassischen militärischen Begriffen gesprochen könnte man sagen, ein IS-Regiment wäre nach Europa eingedrungen.  Ein jedes Vakuum, so wie es Europa derzeit an seinen Grenzen bietet, ist geeignet, dass andere dort hinein stossen. Ein Vakuum im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein führte beispielsweise erst zur Gründung des Islamichen Staates. Dass der IS jetzt die offenen Grenzen ausnutzt, ist nicht nur folgerichtig sondern zwangsläufig.

Der bundesdeutsche Staat weiß von all dem nichts bis wenig. Historisch in Friedenszeiten einmalig, wurde sehenden Auges 100.000e Personen ohne jede Kontrolle ins Land gelassen. Einige EU-Länder haben in erschreckender Weise und ohne Not zur Destabilisierung des europäischen Raums beigetragen mit Folgen, die heute noch nicht einmal erahnt werden können.

ISIS auf dem Weg nach Europa

Während es die EU-Politiker nicht schaffen, Griechenland endlich los zu lassen und sich anderen wichtigeren und drängenden Themen zu widmen, rücken ISIS-Anhänger Europa immer näher. Ihr Ziel: Istanbul und die EU-Staaten.

Nach Erkenntnissen des türkische Nachrichtendienstes Millî İstihbarat Teşkilâtı, abgekürzt MİT plant der Islamische Staat Angriffe auf Missionen der Koalitionsstreitkräfte in Ankara und Istanbul. Hurriyet zitiert eine interne MIT Notiz mit den Worten, rund 3.000 IS-Terroristen aus der ultra-radikale Gruppe in Syrien und dem Irak seien unterwegs in die Türkei. Teile der IS-Truppen würden auch planen, über Bulgarien in andere europäische Ländern einzudringen.

Fakt ist, das IS-Sympatisanten bereits auf Istanbul’s Straßen demonstrieren und offen die IS-Flagge zeigen. Laut Erkenntnissen des wegeconBLOG, die sich überwiegend aus Twitter-Meldungen von Anwohnern und Passanten zusammensetzen, wurde die Demonstration von den Sicherheitskräften zumindest geduldet.

Die türkische Polizei lehnte eine Stellungnahme zur Frage, ob der IS bereits ins Land eingesickert ist , ab. Der MIT stand für einen Kommentar ebenfalls nicht zur Verfügung.