Islam, Islam, Islam – die Meldungen in den deutschen Medien haben nur noch ein Thema

Seit einigen Wochen kommt es mir so vor, als wären die deutschen Medien und Zeitungen Ableger von Al Jazeera.

Die wichtigen vorderen Plätze werden ausschließlich von islamischen Themen belegt und zwar nicht nur dann, wenn der IS gerade mal wieder in London, Manchester, Berlin, Teheran oder anderswo zugeschlagen hat. An einem ganz normalen Tag offeriert das News Widget des iPhone diese Themen:

Die Hälfte der erwähnten Ereignisse fanden auf deutschem Boden statt, darunter nichts, was uns erfreuen könne dafür umso mehr, was mit einem vernünftigen Grenzmanagement in Deutschland gar nicht vorkommen würde.

Dazu gesellen sich Schlagzeilen wie

  • Asylpolitik: 62.000 Menschen sind ausreisepflichtig (Tagesschau)
  • Hunderte Islamisten trotz Haftbefehl auf freiem Fuß (Dlf)
  • IS-Treueschwur von Notre-Dame-Attentäter gefunden (Tagesschau)
  • Kind in Asylunterkunft erstochen – Polizei erschießt Angreifer (Tagesspiegel)
  • und ein Potpuri permanenter islambasierender Vorkommnisse als Hintergrundrauschen im RBB Inforadio

Das Credo der Kanzlerin des Jahres 2015, nachdem Deutschland Deutschland bleiben wird ist längst ad absurdum geführt. Die täglichen Pressemeldungen beweisen das Gegenteil, obwohl oder gerade weil weite Teile der Medien eher regierungsnah und regierungsfreundlich berichten.

Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ sagte Katrin Göring-Eckardt auf einem Parteitag der Grünen zur Hochzeit der Flüchtlingskrise 2015. In der Rückschau fällt die Freude recht einseitig aus und ist dem blanken Entsetzen vor Mord und Terror gewichen, der sich jetzt selbst in der Berichterstattung der Mainstreammedien wiederspiegelt.

 

Die Brüssel-EU, ein Lobbypfuhl mit angeschlossenem Funktionärsbetrieb

Diese EU ist auf keinen Fall ein Modell für die Zukunft. Nicht glaubwürdig, zu langsam, eine selbstherrliche, abgekoppelte Elite ...

Überschrift und erster Satz sind:

  1. ein Zitat von Beatrix von Storch im Contra-Magazin
  2. ein Ausschnitt einer Rede von Markus Pretzell im NRW-Wahlkampf
  3. ein Kommentar in Schuhmachers Woche in der Berliner Morgenpost

Wer auf 1. „Beatrix von Storch“ getippt hat liegt genauso falsch wie diejenige, die „Markus Pretzell“ favorisiert hätte. Urheber ist ein „normaler“ Journalist mit einem Beitrag in einer althergebrachten Tageszeitung. „Die Brüssel-EU, ein Lobbypfuhl mit angeschlossenem Funktionärsbetrieb“ weiterlesen

Journalistische Verantwortung(-slosigkeit)


Keine Frage, wer Informationen transportiert, kann Informationen und die Art ihrer Darstellung beeinflussen. Der Presse hierzulande gelingt dies in beeindruckender Perfektion. Die Aufgabe der Medien ist der Transport der Information von der Quelle zum Leser, Zuhörer, Zuschauer oder App-User. Zur journalistischen Verantwortung gehört es dabei, in Berichten eigene Wertungen zu unterlassen oder zumindest deutlich zu kennzeichnen. Diese gute journalistische Praxis wird -so unser Eindruck- nicht ausreichend gepflegt. „Journalistische Verantwortung(-slosigkeit)“ weiterlesen

Lügenpresse

Viele Journalisten, die mit dem „Lügenpresse“-Vorwurf konfrontiert werden, reagieren persönlich betroffen, fühlen sich dadurch gekränkt und verletzt. Zu Recht, wie der wegeconBLOG meint. „Lügenpresse“ ist pauschalierend und historisch anders besetzt, er betraf ursprünglich die Presse der Feindstaaten Deutschlands, Österreichs und Ungarns vor und während des ersten Weltkrieges. „Lügenpresse“ weiterlesen

Offener Brief an die Märkische Allgemeine Zeitung

Liebe Journalistinnen und Journalisten, liebe Redakteurinnen und Redakteure, liebe Chefinnen und Chefs vom Dienst,

fast scheint es so zu sein, als dass sich zahlreiche Pressevertreter verschworen haben, den üblen Ruf der „Lügenpresse“ (ein Wort, welches dieser BLOG nicht verwendet), der mittlerweile regelmäßig auf Demonstrationen in deutschen Städten skandiert wird, zu bestätigen. Am 7.12.2015 eröffnet Ihre Zeitung (Printausgabe) mit folgender Schlagzeile:

maz0712 „Offener Brief an die Märkische Allgemeine Zeitung“ weiterlesen

Dichtung und Wahrheit

Journalisten schreiben, das ist ihre Berufung. In aller Regel tun sie es dann, wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben, beispielsweise mit einer Bachelorarbeit zum Internet-lastigen Thema „SPIEGEL ONLINE – Story-Recycling oder kreative Neuentdeckung des Magazins?“  . Da kann man schon einiges erwarten, man kann aber auch enttäuscht werden. Das ist übrigens mit allen Berufen so, der Journalismus macht da keine Ausnahme. Da er seine Kunst öffentlich ausbreitet, muss er auch öffentlich Schelte einstecken, das ist bei Almhirten, Schneemännern und Kanninchenzüchtervereinsvorsitzenden naturgemäß anders.

Am 6. November erschien doch in einer Tageszeitung ein journalistischer Beitrag, der gleich mal mit der Überschrift „Flüchtlingshilfeportal HelpTo – immer mehr machen mit“ den Lesern suggerierte, die Website von helpto.de hätte nennenwerten Traffic, würde viel angeklickt werden. Dies ist nicht der Fall, der Traffic ist von außen kaum messbar. URLpulse führt die Seite helpto.de mit unterirdischem  Alexa Rank 17,836,828, der Nameservereintrag (IP 104.144.52) lautet auf einen us-amerikanischen Anbieter, der „nebenbei“ ISIS-Websites schützt. Unnötig zu erwähnen, dass dies im Beitrag nicht recherchiert wurde.

Ebenfalls keine Erwähnung findet der Umstand, dass es helpto.de nicht als App gibt. Die Nutzung von Smartphones bei dem in der Presse als „Flüchtling“ bezeichneten Personenkreis dürfte bei 99% liegen, die Seite ist für mobiles Internet völlig ungeeignet und sieht in etwas so aus (iPhone 6 plus) …

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… ist also von einer Zielgruppe kaum zu lesen.

Klickt man mit einem Desktop-PC helpto.de oder die URL der Zeitung an, fällt auf, dass die Zeitung helpto unterstützt und dort wirbt. Im Zeitungsbeitrag der Bachelorabsolventin befindet kein Hinweis auf die Sponsorentätigkeit der Zeitung. Ein Hinweis „Anzeige“ oder „Werbung“ fehlt völlig.

Schlechter oder guter Witz: Bachelor – der Abschluss für Studienabbrecher?

Der vom wegeconBLOG kritisierte Beitrag erschien am 6.11.2015 in der Printausgabe der Märkischen Allgemeinen (Seite 8, ca. 1/2 Seite groß mit großem Bild), online scheint er nicht verfügbar zu sein.

Ein klares Bekenntnis – aber wofür?

Vorab: Die Qualität hiesiger Presseerzeugnisse wurde seitens des wegeconBLOG in letzter Zeit mehrfach thematisiert, wobei die Autoren des Blogs selbst erstaunt über den scheinbar nicht vorhanden Qualitätssicherungsmechanismus in den Redaktionen waren.

Ein „Klares Bekenntnis gegen Fremdenhass“ überschreibt die Märkische Allgemeine den Leitartikel ihrer Printausgabe vom 28. Oktober 2015. Bezug genommen wird auf eine Demonstration des Bürgerbündnisses Havelland gegen Asylmißbrauch am 27.10.2015 sowie eine Gegenveranstaltung „Rathenow schaut nicht weg – Rathenow zeigt Flagge“ am gleichen Tage zur fast gleichen Zeit.

Kernaussage der Märkischen Allgemeinen: Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ hätten die Rathenower am Dienstagabend auf dem August-Bebel-Platz an der Post ein klares Bekenntnis gegen Fremdenfeindlichkeit abgelegt.

Das Gegenteil ist richtig.

Wie die Zeitung selbst schreibt, gab es viel mehr (ca. 400) Demonstranten auf der Kundgebung des Bürgerbündnisses Havelland gegen Asylmißbrauch als auf der Gegenveranstaltung (300). Die Veranstaltung der Gegner wurde organisiert vom Aktionsbündnis Rathenow. Zum Bündnis allein gehören laut Pressemitteilung „die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Stadt und Region, die Mitglieder der Rathenower Stadtverordnetenversammlung, die Rathenower Schulen, die Mitglieder des Rathenower Unternehmervereins, des Rathenower Einzelhandelsverbandes und des Gaststättenverbandes, der Kreissportbund, das Kinder- und Jugendparlament, die Antifa Westhavelland, das Mobile Beratungsteam Brandenburg und natürlich der Bürgermeister der Stadt Rathenow.“

Diese ganzen Organisationen und Honorationen haben es „geschafft“, deutlich weniger Gleichgesinnte auf die Straße zu bringen wie das Bürgerbündnis aus dem Stehgreif und die Märkische Allgemeine wertet diesen Umstand auch noch als „klares“ Bekenntnis (der Rathenower) gegen Fremdenhass wobei doch eher die Aussage richtig ist, es gelang den vielen Organisatoren nicht, Rathenower in größerem Umfang zu mobilisieren.

Journalismus, der die Fakten verdreht, der nicht Bericht und Kommentar trennt, arbeitet Rattenfängern aller Lager in die Hände. Wenn auch das Wort „Lügenpresse“ aus historischen Gründen (Entstehung im Verlauf des 1. Weltkrieges als Synonym für die Medien der Alliierten) unangebracht ist, lässt sich nicht verhehlen, dass Kritik an derlei Berichterstattung geboten erscheint.

Hier findet ihr den Text der online Ausgabe (MAZ-online).

Das Leid mit den Leitmedien

Medienschelte ist einfach – und erlaubt. Im vorliegenden Fall ist sie Pflicht, erscheint doch die Berichterstattung einiger der wichtigsten Nachrichtenformate, leider gerade jene der öffentlich-rechtlichen Anstalten, verzerrt und in der Flüchtlingskrise wenig objektiv berichtend.

Am gestrigen Tage ereignete sich ein perfider Messerangriff in Köln auf eine deutsche Kommunalpolitikerin, die angesprochenen Medien beleuchteten den Fall aus diversen Blickwinkeln, auch noch am Folgetag. Lebensgefahr besteht Gott sei Dank nicht.

In den selben 48 Stunden wurden zahlreiche Asylbewerber Opfer schwerster, darunter tödlicher Straftaten, diese suchte man in der Berichterstattung vergeblich. Meist wurde von den Leitmedien nicht berichtet oder es gab nur kleinste Sequenzen. Über die schiere Menge der Opfer in den Heimen am 17./18. Oktober hatten die Redakteure des wegeconBLOG rasch die Übersicht verloren, hier ein paar Beispiele:

  • Bei einem Streit in einer Asylbewerberunterkunft im thüringischen Wutha-Farnroda ist ein 20 Jahre alter Mann  (Afghane) getötet worden.
  • Messerstecherei in Oer-Erkenschwick, Opfer: ein Flüchtling (Der 24-jährige Asylbewerber hatte sich am Dienstag auf dem Berliner Platz mit einem anderen Flüchtling gestritten. Anschließend soll er ein Messer gezückt und zugestochen haben. Das Opfer wurde dabei schwerer verletzt als anfangs gedacht.)
  • Bei einem Streit unter afghanischen Asylbewerbern wurde ein 22-Jähriger Asylbewerber tödlich verletzt.
  • Zwei Flüchtlinge sterben nach Streitigkeiten in Heimen.
  • Flüchtlingsheim in Hamburg ausgebrannt …
  • in Dresden wird ein Deutscher Refugees welcome Helfer niedergestochen(von Arabern)

In den meisten Fällen wurden, wie in Köln, Messer verwendet. Das Opfer war allerdings ein Arzt, Ingenieur oder Facharbeiter auf der Flucht und kein Deutscher.

Ein Schelm, wer Absicht oder Auftrag dahinter vermutet.

Kaum nachvollziehbar: SPD-Chef Gabriel darf tot, weil eher links orientierte Demonstranten während einer TTIP-Demonstration ihn mit einer Guillotine vom Diesseits in Jenseits befördern wollen – es wird nur zögerlich berichtet, im Gegensatz zu einem nahezu identischen Sachverhalt, indem eher rechts orientierte Demonstranten die Kanzlerin an einem Galgen sehen wollen.

Die Sitten verrohen hierzulande auch wegen der Unausgewogenheit der Presse.

Das Empfinden der Bürger, was richtig ist und was nicht, sollte nicht als „ungesundes Volksempfinden“ abgetan werden. Der weit aus größte Teil der Bevölkerung ist mit den illegalen politischen Entscheidungen in der Flüchtlingskrise nicht einverstanden, hat Angst und sieht sich bedroht. Das Bedrohungsszenario wird durch bewusst falsche Äußerungen der Politik, es handele sich um eine „Bereicherung“, „man schaffe das“,  verstärkt,. Fakt ist, es handelt sich um eine Einwanderung in die Sozialsysteme, die geeignet ist, ein friedliches und wirtschaftlich erfolgreiches Leben in der Bundesrepublik Deutschland massiv zu gefährden.

Eine an den Fakten orientierte Berichterstattung ohne eigenes Kalkül ist gefordert und kann seinen Teil zur Beruhigung der Lage beitragen.

siehe: Schweden kippt